Türkisch-russische Projekte
    Trotz Sanktionen: Türkisches Unternehmen wird Terminal für Moskauer Flughafen bauen

    Das türkische Bauunternehmen „Renaissance Construction“ hat die Ausschreibung für den Bau eines Terminals und Tunnels für den Moskauer Flughafen „Sheremetyevo“ gewonnen. Trotz politischer Spannungen ist die russische Wirtschaft in zahlreichen Sektoren abhängig von türkischem Know-How.

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    (Foto: Wikimedia/ A.Savin CC BY-SA 3.0)
    Moskau (eurasia/nex) – Das türkische Bauunternehmen „Renaissance Construction“ hat die Ausschreibung für den Bau eines Terminals und Tunnels für den Moskauer Flughafen „Sheremetyevo“ gewonnen. Trotz politischer Spannungen ist die russische Wirtschaft in zahlreichen Sektoren abhängig von türkischem Know-How.

    Die Entscheidung gab der Vorsitzende des russischen Hauptstadtflughafens, Michail Wasilenko, am 18. März bekannt.

    Die Wahl eines türkischen Unternehmens ist dahingehend ungewöhnlich, da die russische Regierung gegen die türkische Wirtschaft in Folge des Abschusses eines russischen Bombers im türkisch-syrischen Grenzgebiet durch die Luftwaffe der Türkei Ende 2015 Sanktionen verhängt hatte.

    Wasilenko gab den preislichen Umfang des Deals oder andere Details nicht bekannt. Die Flughafenverwaltung von „Sheremetyevo“ selbst hatte im Januar jedoch darüber informiert, dass die Kosten bei rund 630 Millionen US-Dollar liegen würden.

    Der Zubau eines Frachtterminals, für den eine weitere Ausschreibung erwartet wird, soll zusätzliche 70 Millionen US-Dollar kosten, geht aus der Stellungnahme des Flughafen-Vorsitzenden weiter hervor.

    Türkische Unternehmen wurden seit dem 1. Januar größtenteils aus dem russischen Bau-, Lebensmittel- und Tourismussektor dieses Jahres verbannt.

    Die türkischen Unternehmen „Renaissance Construction“ und Limak, welche ebenfalls an der Ausschreibung teilnahm, hatten ihre Gebote für die Ausschreibungen über ihre in Russland registrierten Tochtergesellschaften abgegeben, teilte der staatlich kontrollierte Flughafen zuvor mit.

     

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    Erschienen bei unserem Kooperationspartner eurasianews

     

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