Sportstadt Samsun Deaflympics: Gehörlosen-Olympiade 2017 findet in der Türkei statt

Sportstadt Samsun
Deaflympics: Gehörlosen-Olympiade 2017 findet in der Türkei statt

Der türkische Minister für Jugend und Sport Akif Cagatay Kilic erklärte türkischen Medien gegenüber, dass Samsun mit sicheren Schritten auf dem Weg zu einer ‚Markenstadt‘ (Brand City) im Sport vorankommt.

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(Foto: haber)

Samsun (nex) – Der türkische Minister für Jugend und Sport Akif Cagatay Kilic erklärte türkischen Medien gegenüber, dass Samsun mit sicheren Schritten auf dem Weg zu einer ‚Markenstadt‘ (Brand City) im Sport vorankommt – doch nicht nur das: Mit den Olympischen Spielen für Gehörlose, den Deaflympics, wird es sich auch den Titel „Olympiastadt“ holen.

Die Vorbereitungen für die Ausrichtung der Deaflympics 2017 in Samsun, der größten Stadt in der Schwarzmeerregion der Türkei, laufen auf Hochtouren. Es ist das mit dem bisher größten organisatorischen Aufwand verbundene Sportevent, das in der Türkei stattfinden wird, sodass die Stadt bald feststellen musste, dass neue Anlagen errichtet werden müssen und die Ärmel wurden hochgekrempelt.

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„Viele Anlagen stehen schon und viele stehen kurz vor der Fertigstellung“

Die Vorbereitungen für die 23. Deaflympics, bei denen auch die ersten Smart Games ausgerichtet werden sollen, werden vom Ministerium für Jugend und Sport, vom Gouverneursamt Samsun, von der Provinzdirektion und den Kreisverwaltungen gemeinsam getragen und laufen auf Hochtouren. Die meisten Anlagen sind entweder schon fertiggestellt oder stehen kurz davor. Unter den Anlagen, die kurz vor der Vollendung stehen, kommt das Stadion an erster Stelle. Es soll Samsunspor pünktlich zum Saisonstart 2016/2017 zur Verfügung gestellt werden. Des Weiteren soll das Ilkadim Athletikstadion, das abgerissen wurde und nun neu gebaut wird, im Sommer 2016 genutzt werden können.

Sportminister Kilic eröffnete das Olympische Schwimmbecken in Atakum

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Die Anlagen für den Hallensport sowie die Kunst- und Naturrasen im Zentrum der Provinzhauptstadt und in den umliegenden Städten, die für Training und als Austragungsorte vorgesehen sind, sind fertiggestellt und können bereits genutzt werden. Das Olympische Schwimmbecken in Atakum wurde vor vier Monaten vom Sportminister Kilic eröffnet.

20 Disziplinen, Teilnehmer aus 110 Ländern

Die Olympiateilnehmer werden in 20 Disziplinen ihr Können unter Beweis stellen. Dabei werden die Wettkämpfe hauptsächlich im Zentrum von Samsun und in den an der Küste liegenden Städten ausgetragen werden. Die Einwohner von Samsun fiebern dem Event bereits entgegen.

Die Sportler aus fast 110 ISCD-Mitgliedsstaaten (ISCD: International Committee of Sport for the Deaf = Träger der Deaflympics unter Aufsicht des Internationalen Olympischen Komitees) werden in den folgenden Disziplinen gegeneinander antreten: Badminton, Basketball, Beachvolleyball, Bowling, Freistilringen, Fußball, griechisch-römisches Ringen, Handball, Judo, Karate, Leichtathletik, Mountainbike, Orientierungslauf, Schwimmen, Sportschießen, Straßenradsport, Tischtennis, Taekwondo, Tennis und Volleyball.

Das Olympische Dorf bietet Platz für 15 000 Menschen

Auch auf dem Campus der 19. Mai-Universität, der zum Deaflympics-Dorf bestimmt wurde, stehen die Vorbereitungen kurz vor dem Abschluss. Das Studierendenwohnheim, das erst neulich fertiggestellt wurde und im Sommersemester 2015/2016 den Studierenden zur Verfügung stehen soll, bietet Platz für 2 000 Schüler. Die Bettenkapazität im Olympischen Dorf liegt somit bei 6 000, in ganz Samsun bei 12 500 Plätzen. So wird es bei der Unterbringung von Sportlern, Trainern, Leitern und Zuschauern – also etwa 15 000 Besuchern – keine Probleme geben.

Samsuner lernen Gebärdensprache

Die Gebärdensprachkurse und Präsentationsprojekte, die in Kooperation des Gouverneursamtes Samsun, der Provinzdirektion für Jugenddienste und Sport, der Föderation der Hörbehinderten, des Oberbürgermeisteramts, der Kreisverwaltungen und der Agentur für Aufschwung der Zentralen Schwarzmeerregion organisiert werden, laufen ebenfalls auf Hochtouren.

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