#winnetürk Wissenschaftler bestätigen Schweriner Polizisten: Türken sind Indianer

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Wissenschaftler bestätigen Schweriner Polizisten: Türken sind Indianer

Für Gelächter im Netz sorgte die Beschreibung der Schweriner Polizei, ein des Einbruchs verdächtiger Türke sehe „wie ein Indianer“ aus. Dabei ist diese Assoziation möglicherweise gar nicht völlig aus der Luft gegriffen. Immerhin stellten Genetiker tatsächlich eine Verwandtschaft zwischen Turkvölkern und amerikanischen Ureinwohnern fest.

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(Foto: twitter)

Schwerin (nex) – Ein Tweet der Polizei Schwerin, in dem es um Einbruchsdiebstähle in der Gaststätte „Rockpalast“ und in einer Pflegeeinrichtung des „Augustenstiftes“ ging, hat für enorme Resonanz gesorgt. Wie das Blog schwerin-lokal.de berichtet, soll es der Tweet in nur zehn Stunden auf mehr als 3000 „Likes“ in sozialen Netzwerken gebracht haben und über den Hashtag #winnetürk weiter die Runde machen.

Dabei sind Türken und amerikanische Ureinwohner hinsichtlich ihrer Abstammung möglicherweise tatsächlich nicht so weit voneinander entfernt, wie man meinen könnte. So gilt das im Grenzgebiet von Kasachstan, der Russischen Föderation, der Mongolei und China gelegene Altai-Hochgebirge als Ursprung der Turkvölker, insbesondere der Göktürken, die im sechsten Jahrhundert erstmals nachweislich in der Region gelebt hatten. Von dort aus könnten durchaus einige der dort umherziehenden Reiternomadenstämme auch über Sibirien und die Kamtschatka nach Alaska gewandert sein und sich von dort aus über den gesamten amerikanischen Kontinent ausgebreitet haben.

Im Jahr 2015 hat, wie „Russia Beyond The Headlines“ berichtet, der bekannte russische Genetiker Oleg Balanovsky vom Vavilov-Institut für allgemeine Genetik in Moskau nachgewiesen, dass es eine enge Verwandtschaft zwischen den Völkern der Altai-Region und amerikanischen Ureinwohnern (sowie einigen Ureinwohnern Australiens und Ozeaniens) gebe. Im Rahmen der Studie seien 31 Genombestände aus Völkern der USA und Sibiriens ausgewertet worden. Der Studie zufolge seien die Vorfahren der späteren amerikanischen Ureinwohner vor etwa 20 000 bis 30 000 Jahren aus Sibirien ausgewandert. Da in der damaligen Eiszeit das in Gletschern festgefrorene Wasser dort, wo sich heute die Beringstraße befindet, eine Landbrücke bildete und der Meeresspiegel tiefer lag, sei die Wanderungsbewegung zwischen den Kontinenten unproblematisch gewesen, so Dr. Balanovsky.

Mittlerweile hat die Polizei den „zu unserem Bedauern missverständlich formulierten Tweet“ wieder entfernt, die Screenshots des ursprünglichen Eintrages werden jedoch weiterhin verbreitet. Für Gelächter hatte dabei vor allem die Beschreibung der Tatverdächtigen gesorgt. Die Polizei suchte nach den Einbrüchen „zwei türkische Täter“. Beide sollen etwa 1,70 m groß gewesen sein, einer habe eine blaue und einer eine helle Jacke angehabt und: „Ein Täter sieht aus wie ein Indianer“. Diese Beschreibung sorgte offenbar bei vielen Social-Media-Nutzern für ein wildromantisches Kopfkino. Umgehend machten Indianer-Memes die Runde, in Kommentaren wurde nachgefragt, ob der andere denn dann wie ein Cowboy ausgesehen habe, oder es wurde festgestellt, dass die Türken den Europäern jetzt „nicht mehr nur den Nikolaus, sondern auch Winnetou weggenommen“ hätten.

 

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