Internationaler Währungsfonds IWF: Höheres Stimmengewicht für die Türkei

Internationaler Währungsfonds
IWF: Höheres Stimmengewicht für die Türkei

Die im Zuge der IWF-Reform von 2010 beschlossene Neuverteilung der Stimmenanteile ist am 18. Februar wirksam geworden. Die Türkei hat mit dieser Reform im Internationalen Währungsfonds an Gewicht gewonnen.

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(Foto: AA)

Washington, D.C. (nex) – Das Stimmgewicht der Türkei im Internationalen Währungsfonds (IWF) ist gestiegen. Damit liegt die Türkei nunmehr auf Rang 20 unter den 188 Mitgliedsstaaten des als Sonderorganisation an die Vereinten Nationen angebundenen internationalen Notfinanzierungszusammenschlusses, dessen Beschlüsse mit einer Mehrheit von 85 Prozent gefällt werden müssen.

Den größten Stimmenanteil im IWF haben die USA mit 16,75 Prozent. Das Stimmengewicht richtet sich nach dem Kapitalanteil, den die einzelnen Mitgliedsstaaten einbringen. Mit Wirkung vom 18. Februar wurden die Stimmengewichte neu gruppiert, so ein Schreiben des türkischen Finanzministeriums. „Die Quoten- und Leitungsreform wurde am 15. Dezember 2010 in Übereinstimmung mit der Entscheidung des Verwaltungsrates angenommen, die mit 66:2 Stimmen gefällt wurde“, heißt es in der Mitteilung.

„Die Entscheidung ist am 26. Januar 2016 in Kraft getreten, nachdem die erforderlichen Bedingungen erfüllt waren. Unser Land hat der vorgeschlagenen Quotenerhöhung im Einklang mit der Entscheidung zugestimmt und die erforderlichen Zahlungen geleistet. Das Stimmgewicht der Türkei im IWF ist dadurch zum 18. Februar 2016 von 0,61 auf 0,95 gestiegen. Die Türkei ist somit auf Platz 20 der Länder mit dem höchsten Stimmgewicht aufgestiegen.“

Als Teil der IWF-Reform von 2010 hatte der Verwaltungsrat die Umsetzung der 14. Generalrevision der Quoten mit Quotenverdopplung und einer Veränderung der Zusammensetzung der Anteile unter den Mitgliedsländern vorgeschlagen. Das Reformpaket hat eine Steigerung der Gesamtquoten um 100 Prozent und eine umfassende Umgruppierung der Quotenanteile nach sich gezogen. Ziel der Reform war, so der IWF, die Repräsentation der Schwellen- und Entwicklungsländer zu verbessern.

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