Nach dem vereitelten Putschversuch Türkei: UN-Beauftragter untersucht Foltervorwürfe

Nach dem vereitelten Putschversuch
Türkei: UN-Beauftragter untersucht Foltervorwürfe

Die Türkei hat die Vorwürfe der Folter vehement von sich gewiesen. Die anonyme Quelle wies darauf hin, dass die Türkei den UN-Sonderberichterstatter eingeladen habe, um die Haltlosigkeit der Behauptungen aufzuzeigen.

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(Foto: AA)

Der UN-Sonderberichterstatter zu Folter, Nils Melzer, ist nach Angaben aus Kreisen des Justizministeriums am gestrigen Dienstag mit dem Leiter der türkischen Strafvollzugsbehörde, Enis Yavuz Yildirim, zusammengekommen. Melzer ist mit der Untersuchung der Foltervorwürfe in der Türkei nach dem vereitelten Putschversuch vom 15. Juli beauftragt.

Er soll im Rahmen seiner Untersuchung das Sincan-Gefängnis bei Ankara und das Silivri-Gefängnis in Istanbul sowie Polizeistationen besuchen, so die anonyme Quelle weiter.

Angaben des Büros des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (UNHCHR) zufolge wird Melzer auch mit Menschenrechtsorganisationen, lokalen und internationalen zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie mutmaßlichen Opfern und deren Familien zusammenkommen.

Die Türkei hat die Vorwürfe der Folter vehement von sich gewiesen. Die anonyme Quelle wies darauf hin, dass die Türkei den UN-Sonderberichterstatter eingeladen habe, um die Haltlosigkeit der Behauptungen aufzuzeigen.

Nils Melzer wird am kommenden Freitag eine Pressekonferenz in Ankara abhalten, um eine erste Stellungnahme abzugeben. Er wird voraussichtlich im März nächsten Jahres dem UN-Menschenrechtsrat einen Abschlussbericht mit Empfehlungen vorlegen.

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