Rede Baghdadis Terrorchef Baghdadi ruft zu Anschlägen in der Türkei auf

Rede Baghdadis
Terrorchef Baghdadi ruft zu Anschlägen in der Türkei auf

Als Konsequenz des intensivierten Kampfes der Türkei gegen den IS hat der Führer der Terrorgruppe an seine Anhänger appelliert, Anschläge gegen das Land zu verüben.

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(Archivfoto: Screenshot/Haber)

Dortmund (nex) – Als Konsequenz des intensivierten Kampfes der Türkei gegen den IS (Daesh) – einerseits durch ihre Sicherheitsmaßnahmen im Landesinnern und andererseits durch ihre grenzüberschreitende Offensive, mit der sie die Freie Syrische Armee (FSA) als Teil der Operation Schutzschild Euphrat unterstützt – hat der Führer der Terrorgruppe an seine Anhänger appelliert, Anschläge gegen das Land zu verüben.

IS (Daesh)-Führer Abu Bakr al-Baghdadi, der sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in Mossul aufhält, rief seine Unterstützer dazu auf, den Kampf gegen die Türkei aufzunehmen und Anschläge in dem Land durchzuführen. Baghdadis Aufruf, der am heutigen Donnerstag als Audioaufnahme veröffentlicht wurde, ist die erste Botschaft seit dem Start der von den USA unterstützten Offensive der irakischen Sicherheitskräfte zur Wiedererlangung der Kontrolle über Mossul im Nordirak. In der 31-minütigen Aufnahme äußert Baghdadi Zuversicht über den Sieg des IS (Daesh) in Mossul und fordert seine Anhänger auf, in die Türkei einzumarschieren.

„Lasst das Feuer eurer Wut auf die türkischen Truppen in Syrien niederprasseln“, sagt der Terrorführer und fügt hinzu, dass die Türkei heute den Aktionsradius des IS (DAESH) betreten habe. „Überfallt sie und verwandelt ihre Sicherheit in Angst“, so Baghdadi weiter.

Die Türkei arbeite mit Atheisten zusammen und verdiene es daher angegriffen zu werden, begründet er seinen Appell. Er fordert die IS-Terroristen auf, auch Sicherheitskräfte, Mitglieder der saudischen Monarchie und Medienkanäle in Saudi-Arabien anzugreifen sowie zeitgleiche Anschläge durchzuführen, da auch diese, so Baghdadi weiter, in Syrien und im Irak mit ungläubigen Staaten kooperierten. Mossul mit seinen 1,5 Millionen Einwohnern gilt als eine Hochburg der Terrorgruppe.

Im Dezember des vergangenen Jahres hatte der IS (Daesh) ein Video herausgebracht, in dem er zur Eroberung Istanbuls und der Türkei aufrief. In der Aufnahme wurde der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan als „Satan“ bezeichnet, der für seine Unterstützung der US-geführten Anti-IS-Koalition scharf kritisiert wurde. Die Türkei startete die Militäroperation Schutzschild Euphrat am 24. August mit dem Ziel der Verbesserung der Sicherheitslage, Unterstützung der Koalitionskräfte und Eliminierung der Terrorbedrohung entlang der türkischen Grenze, bei der mit Panzern, Artillerie und Kampfjets der Türkei unterstützte Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) zum Einsatz kamen. Bislang konnten die Stadt Dscharablus sowie über 32 Dörfer westlich vom Euphrat befreit werden.


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