Türkei Terrorangst: Turkish Airlines muss Flüge streichen – 30 Flugzeuge geparkt

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Terrorangst: Turkish Airlines muss Flüge streichen – 30 Flugzeuge geparkt

Die Turkish Airlines hat die deutschen Zielflughäfen Karlsruhe-Baden, Friedrichshafen und Münster bis auf weiteres aus dem Programm genommen. Der Beginn der Wintersaison, wirtschaftliche Unsicherheiten und Terrorangst haben auf die Nachfrage gedrückt.

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(Foto: thy)

Ankara (nex) – Das Aushängeschild der türkischen Luftfahrt, Turkish Airlines (THY), hat ihren Betrieb auf Grund eines Nachfragerückgangs eingeschränkt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Doğan.

Hintergrund seien wirtschaftliche Unsicherheiten und jüngste Terroranschläge. Betroffen sind insgesamt 30 Flugzeuge der THY-Flotte, die vorerst im Hangar bleiben werden. So werden 12 geliehene Maschinen des Modells Airbus A330-200 in die südtürkische Provinz Antalya gebracht und dort am zweiten internationalen Flughafen geparkt.

Weitere vier Flugzeuge vom Typ Airbus A320 werden in Hangars am Esenboğa-Airport in Ankara gebracht. Für die übrigen wird in den nächsten Tagen die Verbringung angeordnet. Derzeit umfasst die Flotte 298 Passagierflugzeuge. Durch die vorübergehende Unterbringung werden Kosten gesenkt, die Stehzeiten werden genutzt, um periodische Arbeiten zur Wartung und Instandhaltung durchzuführen, unter anderem auch einen Kabinenumbau.

Auf Grund der Sparmaßnahmen hat THY bis auf weiteres auch Flüge zu 22 Destinationen aus dem Portfolio genommen, davon 17 zu Zielen im Ausland. Betroffen von der Maßnahme sind die Flughäfen Batna und Tlemcen (Algerien), Aalborg (Dänemark), Bordeaux (Frankreich), Karlsruhe-Baden, Friedrichshafen und Münster (Deutschland), Kermanshan (Iran), Genua und Pisa (Italien), Aquaba (Jordanien), Osh (Kirgisistan), Rotterdam (Niederlande), Kano (Nigeria), al-Qassim (Saudi-Arabien), Khujan (Tadschikistan) und Ivano-Frankivsk (Ukraine). In der Türkei selbst werden in der Wintersaison, die am 30. Oktober begonnen hat, Eskişehir, Tokat, Edremit, Uşak und Siirt nicht mehr angeflogen.

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