Sieg der Meinungsfreiheit Uni-Duisburg: AStA und PKK-Anhänger können Vortrag nicht verhindern

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Uni-Duisburg: AStA und PKK-Anhänger können Vortrag nicht verhindern

Trotz mehrfacher Störmanöver von PKK-Anhängern konnte eine Vortragsveranstaltung des „Vereins Türkischer Studenten“ in Duisburg über die Bühne gehen. Der AStA hatte zuvor versucht, die Veranstaltung mit dem türkischen Historiker Şahin Ali Söylemezoğlu durch das Rektorat untersagen zu lassen.

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(Foto. VTS)

Duisburg (nex) – Wie bereits im Vorfeld befürchtet wurde, konnte die Vortragsveranstaltung des „Vereins Türkischer Studenten“ mit dem Historiker Şahin Ali Söylemezoğlu, der zum Thema „Terror in Istanbul 1896“ im Audimax der Universität Duisburg referieren sollte, nicht ohne Störungen vonstattengehen.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatte der AStA der Universität das Rektorat aufgefordert, diese nicht stattfinden zu lassen, da die kritische Haltung des Referenten zum so genannten „Armenischen Genozid“, wie die Ereignisse rund um die Deportation armenischer Bevölkerungsteile 1915/16 im Osmanischen Reich im westlichen Mainstream genannt wird, dort nicht auf Zustimmung stieß. Die Ereignisse von 1915 waren allerdings gar kein Thema des Vortrages. Nachdem der Rektor diesem Ansinnen nicht nachgekommen war, rief der AStA zu einer „kritischen Begleitung“ der Veranstaltung auf.


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Gleich zu Beginn versuchten Anhänger der terroristischen PKK, den Vortrag durch Lärm, Skandieren von Parolen und Zwischenrufe zu stören. Der Referent versuchte, die Atmosphäre zu beruhigen, indem er sich gleich von Beginn an bereiterklärte, Fragen und Einwände zuzulassen und auf diese zu antworten. Auf diese Weise gelang es dem Referenten langfristig, einen geordneten Ablauf des Vortrags zu ermöglichen, obwohl einige Zwischenfragen nicht zum Thema passten und lediglich aus provokatorischen Motiven heraus aufgeworfen wurden.

Nach wenigen Minuten versuchten PKK-Anhänger auch, das Podium einzunehmen, was von beherzt dazwischen gehenden Veranstaltungsgästen verhindert werden konnte. Der AStA beklagte sich daraufhin über „aggressiv auftretende Nationalisten“, die zudem Bilder von den Anwesenden angefertigt hätten. In einer Presseerklärung zeigte sich der „Verein türkischer Studenten“ mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden, die einen niveauvollen und informativen Gedankenaustausch möglich gemacht habe, obwohl der AStA versucht hätte, Andersdenkenden einen Maulkorb zu verpassen.

 

Presseerklräung des VtS – Verein türkischer Studenten Universität Duisburg-Essen

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