Streit ums Josefsgrab Palästina: 1 000 jüdische Siedler stürmen Schrein im Westjordanland

Streit ums Josefsgrab
Palästina: 1 000 jüdische Siedler stürmen Schrein im Westjordanland

Hunderte israelischer Siedler stürmten am Donnerstag einen Schrein in Nablus im Westjordanland und lösten gewaltsame Auseinandersetzungen mit palästinensischen Jugendlichen aus.

TEILEN
(Foto: aa)

Josefsgrab seit Langem Zentrum der Gewalt zwischen muslimischen Grabbesuchern und extremistischen jüdischen Siedlern

Nablus/Israel (nex) – Hunderte israelischer Siedler stürmten am Donnerstag einen Schrein in Nablus im Westjordanland und lösten gewaltsame Auseinandersetzungen mit palästinensischen Jugendlichen aus.

„Mindestens 1.150 jüdische Siedler verschafften sich unter dem Schutz der israelischen Armee Zugang zum [Josefsgrab] Schrein und übten dort talmudische Rituale aus“, erzählte Ahmed Shamekh, ein hoher Beamter im nahe gelegenen Flüchtlingscamp Balata, der Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi.

Nach Shamekhs Aussagen kamen aus Protest gegen die Stürmung des Schreins mehrere palästinensische Jugendliche zusammen. Die israelischen Soldaten reagierten darauf mit Gummigeschossen und Tränengas. Dabei wurden drei Jugendliche verletzt.

Das Josefsgrab stellt schon seit Langem ein Zentrum der Gewalt zwischen muslimischen Grabbesuchern und extremistischen jüdischen Siedlern dar.

Die Juden glauben, dass sich hier die Grabstätte des biblischen Patriarchen Josef befinde.

Die Muslime stellen dies in Frage und sagen ihrerseits, dass ein muslimischer Imam, Sheikh Yussef Dawiqat, vor zwei Jahrhunderten hier beerdigt worden sei.

Facebook Kommentare

TEILEN