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Global Teacher Prize 2016
Welt-Lehrerpreis: Eine Million Dollar gehen an palästinenische Lehrerin

In diesem Jahr geht der Globale Lehrerpreis, eine Auszeichnung der in London ansässigen Non-Profit-Organisation Varkey Foundation, an die palästinensische Lehrerin Hanan al-Hrub.

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(Foto: aa)

Dubai (nex) – In diesem Jahr geht der Globale Lehrerpreis, eine Auszeichnung der in London ansässigen Non-Profit-Organisation Varkey Foundation, an die palästinensische Lehrerin Hanan al-Hrub.

Mit dem Preis werden „außergewöhnliche Pädagogen mit einem herausragenden Beitrag zum Lehrerberuf“ ausgezeichnet. Hrub, die in einem Flüchtlingslager in Bethlehem aufwuchs und an der Samiha Khalil Highschool in al-Bireh im Westjordanland unterrichtet, erhielt den mit einer Million Dollar dotierten Varkey Foundation Global Teacher Prize 2016 in Dubai. Der Preis wurde ihr vom Herrscher des Emirats Dubai, Muhammad bin Raschid Al Maktum, der auch Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate ist, und Sunny Varkey, dem Gründer der Varkey Foundation, überreicht.

„Ich bin stolz, als Frau und palästinensische Lehrerin hier zu stehen“ sagte Hrub freudestrahlend. „Ich verstehe diese Auszeichnung als einen Sieg für alle Lehrer im Allgemeinen und für die palästinensischen Lehrer im Besonderen“, so Hrub weiter. Die Auszeichnung wurde dieses Jahr zum zweiten Mal verliehen. Der Preis wurde ins Leben gerufen, um außergewöhnlichen Pädagogen, die sich mit einem herausragenden Beitrag zum Lehrerberuf auszeichnen, zu würdigen. Hrub, die selbst eine besonders harte Kindheit in einem von Gewalt gezeichneten palästinensischen Flüchtlingslager erlebt hatte, nutzte ihre Kindheitserfahrungen, um eine didaktische Methode zu entwickeln, die sich auf das Schauspiel als Lerninstrument und Mittel zur Gewaltvermeidung konzentriert.

Die Lehrerin und Autorin des Buches „We Play and Learn“ stellt ihr Konzept auf Konferenzen, Tagungen und Seminaren vor. An den Schulen, die Hrubs Methode einsetzten, habe dies zu einem Rückgang von Gewaltverhalten geführt. Papst Franziskus, der neuerdings den Kontakt zur muslimischen Welt sucht, gratulierte der Lehrerin während der Verleihung in einer Videobotschaft. „Ein Kind hat das Recht zu spielen“, sagte er. „Ein Teil der Erziehung besteht darin, Kindern beizubringen, wie man spielt, denn durch Spielen erlernt man soziales Verhalten und durch Spielen lernt man, Freude am Leben zu empfinden.“

Hrub ermutigt ihre Kollegen, ihre Lehrmethoden, Unterrichtsführung und Konzepte zur Gewalteindämmung an Schulen einer Prüfung zu unterziehen. Sie hoffe, so Hrub, dass Gewalt durch Bildung vollständig eliminiert werden könne.

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