Start Politik Ausland Bürgerkrieg in Syrien Syrien: Turkmenische Freiheitskämpfer töten vier russische Generäle

Bürgerkrieg in Syrien
Syrien: Turkmenische Freiheitskämpfer töten vier russische Generäle

Widersprüchliche Angaben von turkmenischen Rebellen und russischen Quellen gibt es hinsichtlich des Schicksals prosyrischer Militärs in den Turkmenenbergen. Während die Rebellen von hochrangigen Militärs sprechen, die in den grenznahen Gebieten getötet worden seien, räumt Russland den Verlust eines Militärberaters ein.

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(Foto: haber)

Idlib (nex) – Rebellen im Nordwesten Syriens sollen syrischen Oppositionsangaben vom Mittwoch zufolge in der Grenzregion zwischen Syrien und der Türkei fünfzehn Offizielle aus dem Regierungsumfeld, darunter vier russische Generäle, getötet haben. Den anonymen Quellen zufolge soll es sich dabei um vier russische und vier syrische Generäle gehandelt haben, die sich am Dienstagabend in den Turkmenenbergen – einer Region innerhalb der Provinz Latakia – getroffen haben sollen, um jüngste militärische Entwicklungen zu diskutieren. Bei einem der getöteten russischen Generäle soll es sich im einen „Juri“ gehandelt haben, der in der Region Angriffe der Regierungstruppen koordiniert haben soll.

In einer Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums, die ebenfalls am Mittwoch veröffentlicht wurde, war die Rede von einem getöteten russischen Militärberater, es wurden jedoch kein Name und kein Rang genannt. Es soll sich um einen Berater bezüglich der Nutzung moderner Waffensysteme gehandelt haben, der bereits am 1. Februar bei einem Angriff auf einen syrischen Militärposten ums Leben gekommen sein soll. In der Erklärung wird die Terrormiliz IS für den Angriff verantwortlich gemacht.

Seit Beginn der Rückeroberungsoffensive der syrischen Regierungsarmee im Nordwesten Syriens, die Ende September 2015 durch die Aufnahme von Luftangriffen vonseiten der russischen Luftwaffe eingeleitet worden war, gerieten auch vorwiegend turkmenische Gebiete im Nordwesten Syriens unter Beschuss. Infolge dessen wurden tausende Turkmenen obdachlos, zahlreiche von ihnen fliehen vor den Luftschlägen in die Türkei.

Einige turkmenische Einheiten führen seit dem faktischen Zusammenbruch der oppositionellen Kräfte in der Provinz Latakia noch einen Guerillakrieg. Berichten zufolge soll es der Regierungsarmee unterdessen gelungen sein, die Rebellen bei Aleppo von den bisherigen Versorgungslinien abzuschneiden. Dies würde den Assad-Truppen nun die Möglichkeit geben, zeitnah auch auf die noch von der Opposition gehaltene Stadt Dschisr al-Schugur vorzurücken.

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