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"Verachtung der Polen und der polnischen Politiker"
Rosenmontagszug: Nach Türkei nun auch Polen „not amused“

Nachdem fälschlicherweise "Kurden" anstatt "PKK" auf einem anderen Wagen Tillys zu sehen war, hatte sich auch die türkische Generalkonsulin in Düsseldorf kritisch geäußert.

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(Foto: twitter)

Düsseldorf/Warschau (nex) – Ein Düsseldorfer Rosenmontagswagen könnte in Polen ein diplomatisches Nachspiel haben.

Wie Medien berichten, wolle der polnische Außenminister Witold Waszczykowski in Berlin wegen eines Motivs intervenieren, das Polen als misshandelte Frau unter dem Stiefel des nationalkonservativen Parteichefs Jaroslaw Kaczynski darstellte. Im polnischen Rundfunk habe Waszczykowski mitgeteilt, dass man auf diplomatische Art darauf aufmerksam machen und Deutschland fragen werde, wem das diene. Wie Medien weiter berichten, sah der Politiker, der wie Kaczynski zur nationalkonservativen PiS-Partei gehört, in dem Motivwagen „Verachtung der Polen und der polnischen Politiker“.

Der Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly nehme die Kritik an seiner Arbeit aber gelassen. „Für mich ist das auf jeden Fall eine Bestätigung dafür, dass sich autoritäre Politik weiter durchsetzt“, zitieren ihn die Medien. Er lasse sich von derlei Protesten aber nicht beeinflussen. Narrenfreiheit sei das oberste Gebot und jeder kriege einen drüber.

Nachdem fälschlicherweise der Begriff „Kurden“ anstatt „PKK“ auf einem anderen Wagen Tillys zu sehen war, hatte sich auch die türkische Generalkonsulin in Düsseldorf kritisch geäußert.

 

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