Obama als persönlicher Motivator Olympische Spiele: Erste muslimische Fechterin mit...

Obama als persönlicher Motivator
Olympische Spiele: Erste muslimische Fechterin mit Hijab startet im Sommer für die USA

Die 30-jährige amerikanische Muslima Ibtihaj Muhammad betreibt seit 17 Jahren den Fechtsport. Im August tritt sie in Rio de Janeiro für das US-Olympiateam an.

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(Foto: Facebook)

Trenton (nex) – „Bring das Gold nach Hause… und keinen Druck machen lassen“, war der Ratschlag, den US-Präsident Barack Obama am Mittwoch im Gemeindezentrum von Baltimore an die 30-jährige Ibtihaj Muhammad richtete.

Die Fechterin aus Maplewood, New Jersey, wird als erste US-amerikanische Athletin mit Hijab im August die Mannschaft der Vereinigten Staaten bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro vertreten. Die dreimalige US-Meisterin von der Duke University erklärte gegenüber CNN, sie hoffe, für künftige Sportlerinnen, insbesondere muslimische Amerikanerinnen, ein Vorbild sein zu können. Zu ihren eigenen Vorbildern, so erklärte Muhammad, hätten unter anderem die Williams-Schwestern aus dem Tennissport gehört.

Es sei in der muslimischen Community nicht sehr alltäglich, dass Eltern ihre Kinder in sportlichen Dingen unterstützten, so die Fechterin. „Es gibt so einen Gedanken, man müsse immer ein Arzt oder Anwalt werden“, so Muhammad. Sie habe jedoch ihren Sport seit dem 13. Lebensjahr konsequent weiterbetrieben, auch wenn dieser damals fast ausschließlich von Weißen betrieben wurde.

„Schwarze fochten nicht, Muslime ebenso wenig“. Ibtihaj Muhammad wollte aber in jedem Fall eines Tages im US-Nationalteam stehen. Sorgen machen ihr die islamfeindlichen Tendenzen und die zunehmende rassistische Rhetorik im Land. Im Gespräch mit CNN erklärte die Sportlerin, es könnte, sollte die Hetze anhalten, noch zu weiteren Vorfällen wie in Chapel Hill kommen, wo ein fanatischer Atheist seine drei muslimischen Nachbarn angeblich auf Grund eines Streits um einen Parkplatz erschoss. Auch wenn es dem Täter bislang noch nicht gerichtlich nachgewiesen werden konnte, geht man in der muslimischen Community von einem Hassverbrechen aus.

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