Start Technik Infrastrukturprojekte in Afrika Nigeria: Erster Schnellzug ab März 2016 einsatzbereit

Infrastrukturprojekte in Afrika
Nigeria: Erster Schnellzug ab März 2016 einsatzbereit

Im März soll die erste TGV-Strecke Nigerias eingeweiht werden.

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(Foto: camerounliberty)

Lagos (nex) – Der erste TGV, ein Schnellzug mit einer Geschwindigkeit von 120 bis 150 Kilometern pro Stunde, soll im März 2016 seine Jungfernfahrt antreten. Die Strecke von Lagos nach Kaduna soll von da an für die Fahrgäste in weniger als einer Stunde bewältigt werden können.

Das 849 Millionen US-Dollar teure Projekt wird durch die chinesische China Civil Engineering Construction Company (CCECC) verwirklicht. Nach ihrer Fusion im Jahre 2014 haben die beiden großen TGV-Bauunternehmen Chinas, CNR und CSR, ihre Technologie schwerpunktmäßig nach Afrika exportiert. Von zwölf Ländern, in denen sie Züge dieser Art gebaut haben, waren fünf afrikanische: Angola, Äthiopien, Nigeria, Kenia und Simbabwe.

Mit einem Netz von 11 000 Kilometern, das vonseiten des chinesischen Großunternehmens errichtet worden ist, und das zurzeit das weltgrößte darstellt, gelang es sogar, die europäischen Großanbieter Alstom und Siemens auszubooten. Seit der Regierungszeit des nigerianischen Präsidenten Yar Adua hat das afrikanische Schwellenland nicht nur im Bereich der TGVs mit den Chinesen zusammengearbeitet.

Für eine Auftragssumme von 12 Milliarden US-Dollar hat die China Railway Construction Corporation auch eine 1402 Kilometer lange Bahnlinie entlang der Küste und über das Nigerdelta hinweg errichtet, die von der ostnigerianischen Stadt Calabar an der Grenze zu Kamerun bis nach Lagos führt.

Es war der bislang umfangreichste Vertrag für das chinesische Unternehmen außerhalb der chinesischen Grenzen. Im Dezember 2013 hat auch Kenia auf die chinesischen TGV-Bauer zurückgegriffen, als es darum ging, eine 1300 Kilometer lange Eisenbahnlinie Nairobi-Mombasa zu bauen, die im Anschluss auch nach Uganda und den Süd-Sudan führen soll.

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