Cyber-Krieg gegen Boykottbewegung Israelischer General: „Das gefährlichste Land im Nahen Osten ist...

Cyber-Krieg gegen Boykottbewegung
Israelischer General: „Das gefährlichste Land im Nahen Osten ist der Staat Facebook”

Die israelische Regierung hat angekündigt, einen „elektronischen Krieg“ gegen die Bewegung „Boykott, Desinvestition und Sanktionen“ (BDS) führen zu wollen. Dazu sollen eine Überwachung, Spurenverfolgung und Obstruktion der Online-Aktivitäten von BDS-Aktivisten ebenso gehören wie Attacken mittels „spezieller intelligenter Maßnahmen“.

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(Foto: wikimedia)

Jerusalem (nex) – Die israelische Regierung hat angekündigt, einen „elektronischen Krieg“ gegen die Bewegung „Boykott, Desinvestition und Sanktionen“ (BDS) führen zu wollen. Dazu sollen eine Überwachung, Spurenverfolgung und Obstruktion der Online-Aktivitäten von BDS-Aktivisten ebenso gehören wie Attacken mittels „spezieller intelligenter Maßnahmen“.

In der Zeitung Israel Hayom heißt es dazu: „Israel ist einer Delegitimationskampagne ausgesetzt. Deren Wirkung reicht weit und erreicht sogar den Generalsekretär der Vereinten Nationen“. Allerdings sei dies eine Schlacht in „unserem eigenen Stadion: den Cyberspace“.

Die Zeitung zitierte den israelischen Minister für strategische Angelegenheiten, Gilad Erdan, wonach dieser geäußert habe, das Statement des UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, in dem dieser zu einem Ende der Besetzung palästinensischen Territoriums aufgerufen habe, trage zu einer „globalen Beeinträchtigung des israelischen Images“ bei.

Während der Cyber Tech Conference 2016 in Tel Aviv erklärte Erdan: „BDS sollte eigentlich in die Defensive gezwungen werden und nicht Israel angreifen können.“ Er fügte hinzu, dass die Regierung mehr als 100 Millionen Schekel (etwa 25 Mio. US-Dollar) für den „elektronischen Krieg“ zur Verfügung gestellt habe.

Der Vorsitzende des Instituts für Nationale Sicherheitsstudien, General Amos Yadlin, erklärte: „Das gefährlichste Land im Nahen Osten ist der Staat Facebook.“ In den Universitäten, an denen nun antiisraelische Propaganda existiere, lernten derzeit diejenigen, die in 20 Jahren die USA führen würden.

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