Bürgerkrieg in Syrien Assad-Beraterin: YPG und syrische Armee sind Partner

Bürgerkrieg in Syrien
Assad-Beraterin: YPG und syrische Armee sind Partner

Die syrischen PKK-Ableger PYD und YPG arbeiten mit der Regierung in Damaskus zusammen. Dies bestätigte nun auch offiziell eine Beraterin Assads.

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(Foto. haber)

Damaskus (nex) – Die hochrangige Beraterin des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, Bouthaina Shaaban, räumte die Unterstützung des PKK-Ablegers in Syrien, der „Demokratischen Vereinigungspartei“ (PYD), durch die Regierung in Damaskus ein.

Shaaban bezeichnete die PYD am Samstag in Damaskus als „verbündete Kraft“ der Regierung und brachte deren Zufriedenheit mit der Kooperation sowohl mit der Russischen Föderation als auch mit der PYD zum Ausdruck. „Die kurdischen YPG-Einheiten, die bewaffnete Miliz der PYD, arbeitet mit der syrischen Armee und der russischen Luftwaffe zusammen, um Nordsyrien vom Terrorismus zu befreien“, erklärte Shaaban.

Sie ergänzte, es gebe „kein Problem mit den Kurden in Syrien; diese haben ein Problem mit der Türkei, weshalb die Türkei immer so etwas über Syrien verbreitet“. Bereits vor einigen Tagen hatte der Gesandte der syrischen Regierung bei den Vereinten Nationen, Bashar Jaafari, geäußert: „Die syrischen Kurden, die von der US-Administration unterstützt werden, genießen, um Sie darüber in Kenntnis zu setzen, auch die Unterstützung der syrischen Regierung.“ Er ergänzte: „Der Sieg, den sowohl die syrische Armee als auch die syrischen Kurden errungen haben, ist ein gemeinsamer Sieg aller Syrer. Jeder profitiert von der direkten Unterstützung vonseiten der syrischen Armee.“

Die Äußerung kommt einer offiziellen Anerkennung der PYD duch die Regierung in Damaskus gleich. Die PYD bekämpft gemeinsam mit der syrischen Armee die sunnitischen Rebellen in der Region und lässt in eigenen Erklärungen keine Ambitionen erkennen, einen eigenen unabhängigen Staat auszurufen. Die tatsächlichen Aktionen der PYD sprechen hingegen eine andere Sprache. Es gibt zum einen eine Geschichte der Unterdrückung der kurdischen Minderheit in Syrien, der es nicht erlaubt war, die eigene Sprache an Schulen zu erlernen oder traditionelle Feste zu feiern. Ihre Dörfer wurden arabisiert und viele syrische Kurden wurden nicht einmal als syrische Staatsangehörige anerkannt.

Die Regierung hielt die Kurden trotz des Reichtums an Öl und natürlichen Ressourcen in Armut, 2004 kam es zu mehreren vom syrischen Geheimdienst gesteuerten Massakern in den Kurdenregionen. Zum anderen erobern die YPG auch von den Regierungstruppen geräumte Landstriche, die zuvor nicht von Kurden bewohnt waren, und nehmen dort „ethnische Säuberungen“ vor. Die Übergriffe vonseiten der YPG umfassen mehreren Menschenrechtsorganisationen zufolge extralegale Hinrichtungen, Vertreibungen, willkürliche Verhaftungen und Verschleppungen sowie die Verletzung der Rechte von Frauen, Kindern und Medienmitarbeitern. So sollen in drei Massakern der YPG in vier Dörfern von al-Hasakah 91 Zivilisten, darunter 17 Kinder und sieben Frauen, getötet worden sein.

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