"Rote Notiz" USA: Wird Fethullah Gülen bald ausgeliefert?

"Rote Notiz"
USA: Wird Fethullah Gülen bald ausgeliefert?

Das türkische Justizministerium will über Interpol eine Festnahme und Auslieferung des mutmaßlichen Kopfes des „Parallelstaates“, Fethullah Gülen, erwirken. Der seit 1998 in den USA lebende Prediger steht im Verdacht, der Kopf eines Netzwerks zu sein, das aus dem Staatsapparat heraus die gewählte Regierung der Türkei entmachten wollte.

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(Foto: scrrenshot/google)

Ankara (nex) – Gegen den in den USA lebenden, umstrittenen türkischen Prediger Fethullah Gülen soll demnächst eine „rote Notiz“ von Interpol erwirkt werden. Dieser Vermerk entspricht einem Ersuchen um Festnahme oder vorläufige Festnahme mit dem Ziel der Auslieferung.

Dem Prediger wird vorgeworfen, an der Spitze einer Terrororganisation zu stehen, die innerhalb des türkischen Staatsapparates eine Parallelstruktur gebildet haben soll mit dem Ziel, einen institutionellen Staatsstreich gegen die gewählte Regierung zu verüben.

In diesem Zusammenhang soll die „Fethullistische Terrororganisation“ (FETÖ) unter anderem gesetzwidrige Lauschangriffe durchgeführt und Militärspionage begangen haben. Türkische Gerichte hatten im Vorfeld grünes Licht für die Erwirkung eines Auslieferungsantrags auf dem Wege der Interpol gegeben.

Insgesamt vier Verfahrensakten, zwei aus Istanbul, eine aus Izmir und eine aus Bursa, die mit strafrechtlich relevanten Tatvorwürfen gegen mutmaßliche Angehörige der FETÖ in Verbindung stehen, wurden im Ersuchen zusammengefasst, das vonseiten des türkischen Justizministeriums nun an Interpol weitergeleitet werden soll. Auf der Basis des bilateralen Auslieferungsabkommens zwischen den USA und der Türkei soll nun eine Auslieferung des krimineller Machenschaften beschuldigten Predigers begehrt werden.

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