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Kartellamt befürwortet mehr Kooperationen der deutschen Autokonzerne

Andreas Mundt: "Damit die deutsche Autoindustrie nicht in eine zu hohe Abhängigkeit von den Internetkonzernen kommt, besteht ein hohes Interesse daran, dass sie für das Auto der Zukunft eigene Standards entwickelt."

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(Foto: genius/daimler/screenshot)

Berlin (dts) – Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, unterstützt mehr Kooperationen zwischen den deutschen Autokonzernen, damit diese bei Zukunftsentwicklungen wie dem selbstfahrenden Auto gegen andere Unternehmen bestehen können.

„Damit die deutsche Autoindustrie nicht in eine zu hohe Abhängigkeit von den Internetkonzernen kommt, besteht ein hohes Interesse daran, dass sie für das Auto der Zukunft eigene Standards entwickelt“, sagte Mund im Gespräch mit „Rheinischen Post“ (Montagausgabe). Er ergänzt: „So könnte ich mir gut Standards für einheitliche Batterien, Ladestationen und teilweise auch Software vorstellen, sofern diese Plattformen offen für Wettbewerber bleiben. Eine solche Strategie ist auch der einzige Weg, um selbstfahrende Elektroautos wirklich zum Massenprodukt zu machen. Wir haben in Europa ja auch überall die gleichen Steckdosen.“

Mundt hält es auch für denkbar, dass der Online-Handel mit Lebensmitteln in einigen Jahren eine so große Rolle spielt, dass die Behörde dann Fusionen im Lebensmitteleinzelhandel weniger rigide beurteilen würde wie bei der abgelehnten Übernahme von Kaiser`s Tengelmann durch Edeka. Aktuell würden die Kunden ihre Milch noch „um die Ecke“ kaufen. Darum müsse das Kartellamt dafür sorgen, „dass die Kunden weiterhin genügend Ausweichalternativen vor Ort haben.“ Zur Zukunft meint Mundt aber: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Online-Handel von Lebensmitteln eines Tages so wichtig wird, dass wir zu einer neuen Marktabgrenzung kommen müssen.“

 

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