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Flüchtlingskrise
Japan nahm 2015 nur 27 Flüchtlinge auf – über 99 Prozent abgelehnt

Sehr überschaubar ist der Andrang von Flüchtlingen nach Japan - und selbst diese werden nicht mit offenen Armen empfangen.

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(Foto: cegoh)

Tokio (nex) – Wie aus einer Mitteilung des japanischen Justizministeriums hervorgeht, hat Japan im vergangenen Jahr nur 27 Flüchtlinge aufgenommen. Mehr als 99 Prozent der 2015 eingegangenen Anträge wurden rigoros abgelehnt. 2015 gab es 7586 Anträge – ein neuer Rekord.

Den vorläufigen Daten des japanischen Justizministeriums zufolge führten im Jahr 2015 Flüchtlinge aus Nepal die Liste der Asylbewerber mit 1768 Flüchtlingen oder 27 Prozent aller Anträge an. Weitere 969 Flüchtlinge kamen aus Indonesien und 926 aus der Türkei.

Den Angaben zufolge stammen von den 2015 aufgenommenen Flüchtlingen sechs aus Afghanistan und je drei aus Syrien, Äthiopien und Sri Lanka. Im Jahr 2013 wären sechs und im Jahr 2014 elf Flüchtlinge aufgenommen worden.

Japan steht der Aufnahme von Fremden in seine homogene Gesellschaft ablehnend gegenüber. Die Regierung wird aber regelmäßig von Menschenrechtsorganisationen dazu aufgefordert, mehr Flüchtlinge aufzunehmen.

Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von 38 633,70 $ (2013) gehört Japan zu den wohlhabendsten Ländern der Welt.

 

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