Terror gegen DITIB PKK-Jugend bekennt sich zum Terroranschlag auf Stuttgarter Moschee

Terror gegen DITIB
PKK-Jugend bekennt sich zum Terroranschlag auf Stuttgarter Moschee

Die selbsternannte „Öcalan-Jugend“ hat sich in einer Erklärung auf einer Webseite der terroristischen PKK zum Brandanschlag vom Dienstag in Stuttgart bekannt. Die Terroristen kündigten für die Zukunft noch weitere Gewalttaten an.

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(Foto: ditib)

Stuttgart (nex) – Die „Öcalan-Jugend“, ein Jugendverband der terroristischen PKK, hat in einer Erklärung auf der Webseite „rojaciwan.com“ die Verantwortung für den Brandanschlag mittels eines Molotowcocktails auf eine DITIB-Moschee in Stuttgart in der Nacht zum Dienstag übernommen. Das „Baran Dersim Racheteam“ der extremistischen Jugendorganisation habe diesen Anschlag verübt als Racheakt gegen vermeintliche Unterstützer der in der Türkei regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP), die – so heißt es in der Erklärung – „den faschistischen türkischen Staat“ dabei unterstützen, „Kurdistan bestialisch anzugreifen“.

Nach bisherigen Erkenntnissen belaufe sich die Höhe des Schadens am DITIB-Gebäude nach Angaben von Polizei und Feuerwehr auf etwa 80 000 Euro. Die selbsternannte Öcalan-Jugend erklärte weiter, sie empfinde die Isolationshaft für den „Führer des Volkes“ – womit der seit 1999 inhaftierte Terroristenführer Abdullah Öcalan gemeint ist – als eine Form der „Liquidierung“ und einen Akt der „Zerstörung der Kurden“. Die Organisation kündigt an, ihre „Vergeltungsaktionen“ in der „militanten Art von Abdullah Öcalan“ fortzusetzen. Öcalan hatte in der Vergangenheit infolge der Friedensgespräche mit der türkischen Regierung mehrfach aus dem Gefängnis heraus zum Gewaltverzicht aufgerufen und die Rückkehr der PKK zum Terrorismus nach dem mutmaßlichen IS-Anschlag vom 20. Juli in Suruç scharf kritisiert.

Zur Sicherheit will die „Öcalan-Jugend“, die auf der Webseite behauptet, das „faschistische Regime der AKP“, die als der „geistige Zwilling des IS in Kurdistan“ auftrete, verfolge den „hinterhältigen Plan, den Krieg vertieft fortzuführen“, diesem vermeintlichen Unterfangen „mit dem Geiste des Kobane-Kriegers einen Strich durch die Rechnung machen“. Zum Drüberstreuen gibt es am Ende der Erklärung auch noch eine Prise Zivilisationskritik: Die „Öcalan-Jugend“, welche „die Widerstandsgruppen in den Städten und in den Gräben“ grüße, beschwor zudem, dass mit ihrem Anschlag „dieser Kampf die in den europäischen Metropolen in einen Schlaf des kapitalistischen Moderne und der reflexlosen Starre oder in Ohnmacht Verfallenen aus dem Schlaf erweckt und ihre Anteilslosigkeit beendet“ habe.

 

 

 

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