Start Panorama Ausland Syrienkrise Hilfe für Turkmenen: Hilfsorganisation IHH entsendet sechs LKWs nach Latakia

Syrienkrise
Hilfe für Turkmenen: Hilfsorganisation IHH entsendet sechs LKWs nach Latakia

Die türkische Hilfsorganisation İHH hat umfassende humanitäre Lieferungen für die im Zuge der anhaltenden Offensive syrischer Regierungstruppen notleidende turkmenische Minderheit in Latakia organisiert.

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(Foto: ihh)

Die türkische Hilfsorganisation İHH hat am 9. Dezember in der nordtürkischen Stadt Bolu umfassende humanitäre Lieferungen für die im Zuge der anhaltenden Offensive syrischer Regierungstruppen notleidende turkmenische Minderheit in Latakia organisiert. Sechs LKWs wurden in das syrische Nachbarland entsandt.

Bildquelle: IHH

Bolu (eurasia/nex) – Die türkische Minderheit in Syrien gelangt verstärkt zwischen die Fronten. Im Ergebnis finden sich unzählige turkmenische Familien in prekären Lebensumständen wieder, auf die die türkische Hilfsorganisation İHH, zu Deutsch: „Stiftung für Menschenrechte, Freiheiten und Humanitäre Hilfe“), mittels regelmäßiger humanitärer Versorgungslieferungen reagiert. Zuletzt entsandte nun die Provinzvertretung der Organisation aus Bolu nun sechs volle LKWs in das Bürgerkriegsland.

(Foto: ihh)
(Foto: ihh)

Vor der Entsendung der Lieferung versammelten sich Vertreter und Gönner der islamisch geprägten humanitären Organisation im Stadtteil Karaçayır von Bolu zu einem religiösen Bittgebet (auf Arabisch: Dua), in dem sie ihre Solidarität mit dem Schicksal der Turkmenen Syriens kundtaten.

Der lokale IHH-Vertreter Fatih Sarımsakçı sagte in seiner Rede bei der Abschiedszeremonie über den mehr als vier Jahre anhalten Krieg in Syrien:

„Zunächst war es ein Bürgerkrieg, mit der Zeit hat sich das Land hin zu einer menschlichen Tragödie entwickelt, an der 14 Staaten direkt oder indirekt beteiligt sind. Nun schicken wir unseren Glaubensgenossen unsere Hilfe.“

Die İHH habe laut Sarımsakçı seit Beginn des Bürgerkrieges im Jahr 2011 mehr als 7000 Hilfslieferungen nach Syrien organisiert. Mehr als 250 000 Menschen starben seit Beginn der bewaffneten Auseinandersetzungen, berichten die Vereinten Nationen. Millionen weitere wurden von ihren Heimatorten vertrieben. Über zwei Millionen Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak leben in der Türkei.

 

 

Erschienen auf eurasianews.de

 

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