Start Politik Ausland Kolumnist Simon Tisdall „The Guardian“: Europa braucht Erdogan jetzt mehr denn je

Kolumnist Simon Tisdall
„The Guardian“: Europa braucht Erdogan jetzt mehr denn je

Mit Hinweis auf die mehr als 1,8 Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei hätten Spitzenpolitiker der EU im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise im vergangenen Monat die Türkei um Hilfe gebeten. Tisdall zufolge könne die Bereitschaft Erdoğans, der EU in der Flüchtlingskrise entgegenzukommen, von dem abhängen, was Europa im Gegenzug anbieten werde.

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„Guardian“: Europa braucht Erdoğan jetzt mehr denn je

London (nex) – Nach Ansicht der britischen Tageszeitung The Guardian braucht Europa im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise und dem Kampf gegen die Terrormiliz IS den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan mehr denn je.

Der Kolumnist für Außenpolitik, Simon Tisdall, schreibt in seinem Artikel, der anhaltende Zustrom von Flüchtlingen, der zunehmende Terror des IS und der unkontrollierte Militäreinsatz Russlands in Syrien würden es notwendiger denn je machen, den türkischen Präsidenten als Partner zu betrachten.

Mit Hinweis auf die mehr als 1,8 Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei hätten Spitzenpolitiker der EU im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise im vergangenen Monat die Türkei um Hilfe gebeten. Tisdall zufolge könne die Bereitschaft Erdoğans, der EU in der Flüchtlingskrise entgegenzukommen, von dem abhängen, was Europa im Gegenzug anbieten werde.

Flüchtlingscamp Türkei (Foto: aa)
Flüchtlingscamp Türkei (Foto: aa)

Die Türkei sei zudem genau wie der Westen besorgt über den russischen Einsatz in Syrien. Mit Blick auf die Forderung Erdoğans hinsichtlich der Einrichtung einer Sicherheitszone im Norden Syriens vermerkte Tisdall in seinem Artikel, bisher hätten die USA und Großbritannien dies abgelehnt. Die massiven russischen Luftangriffe vom Wochenende, die oppositionellen Quellen in Syrien zufolge zahlreiche zivile Opfer gefordert haben sollen, würden den Erdoğan-Vorschlag nach einer Flugverbotszone eigentlich als noch erstrebenswerter erscheinen lassen, schreibt Tisdall weiter.

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