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Staatlicher Sender Rossiya24
Russische Wetterfee sagt im TV „Bombenwetter“ für Syrien voraus

Die Wetterfee des staatlichen Senders Rossiya24 hat am Samstag im Zuge ihrer Langzeit-Wettervorhersage für Oktober angemerkt, das Wetter in Syrien wäre in diesem Monat „ideal, um im Zuge der Militäroperation Flüge durchzuführen“.

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(Foto; daily)
Hurra-Patriotismus im TV: Russische Wetterfee sagt „Bombenwetter“ für Syrien voraus
Moskau (nex) – Auf den Spuren von Fox News wandelt nun auch das russische Fernsehen. Die Antiterroroperation gegen den so genannten „Islamischen Staat“ (IS) und weitere dschihadistische Milizen in Syrien weckt auch in Moskau zunehmend den Hurra-Patriotismus.
So hat die Wetterfee des staatlichen Senders Rossiya24 am Samstag im Zuge ihrer Langzeit-Wettervorhersage für Oktober angemerkt, das Wetter in Syrien wäre in diesem Monat „ideal, um im Zuge der Militäroperation Flüge durchzuführen“. Während sie eine fachmännische Analyse über die perfekten Bedingungen für den Bombenabwurf lieferte, stand sie vor dem Bild eines Kampfjets der russischen Luftwaffe, der mit dem Titel „Flugwetter“ überschrieben war.
(Foto: daily)
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Leichte Bewölkung werde „das Fliegen nicht schwieriger machen und keine Auswirkung auf Systeme zur Eliminierung von Waffen haben“, erklärte die Wetterpräsentatorin, während einander abwechselnd Wetterkarten und Einspielungen des Verteidigungsministeriums über das erfolgreiche Treffen von Bombenzielen im Hintergrund liefen.
„Experten zufolge ist der Zeitpunkt zum Start der Luftoperationen (in Syrien) sehr gut gewählt.“ Bereits zwei Tage zuvor, am Tag des Beginns der Luftoffensivem war ein ähnlicher Wetterbericht gelaufen und hatte stabile meteorologische Konditionen vorhergesagt. Auch dies war nicht das erste Mal, dass Wetterberichte im russischen TV „patriotische“ Botschaften übermittelt hätten. Schon unmittelbar nach der umstrittenen Abstimmung auf der Krim über eine Sezession der Halbinsel und deren Anschluss an die Russische Föderation im März 2014 hatte man diesen auf der Wetterkarte nachvollzogen. Ein Wettermoderator warnte auch am Tag vor der Deklaration der „Volksrepublik Donezk“ vor „Wolken, die sich über der Ostukraine zusammenziehen“.
Mit „schlechten Wetterverhältnissen“ hingegen erklärte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, die Verletzung türkischen Luftraums entlang der Grenze zu Syrien durch die russische Luftwaffe am gestrigen Montag. Die NATO verurteilte den Vorfall und forderte Russland auf, das „extrem gefährliche“ und „unverantwortliche“ Eindringen in den türkischen Luftraum zu unterlassen.

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