Tritt für Deutschland bald der NATO-Bündnisfall in Kraft? NATO: „Jederzeit bereit, die...

Tritt für Deutschland bald der NATO-Bündnisfall in Kraft?
NATO: „Jederzeit bereit, die Türkei gegen Bedrohungen zu verteidigen“

Die NATO ist bereit, Truppen in die Türkei zu schicken, um ihren Verbündeten gegen Bedrohungen an dessen Südflanke zu verteidigen. Dies erklärte der Generalsekretär der US-geführten Militärallianz, Jens Stoltenberg, am Donnerstag, nachdem Berichten zufolge russische Kampfflugzeuge, die in Syrien Luftschläge im Rahmen ihres Antiterroreinsatzes ausführen sollten, türkischen Luftraum verletzt hätten.

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(Foto: dailysabah)
NATO: „Jederzeit bereit, die Türkei gegen Bedrohungen zu verteidigen“
Brüssel (nex) – Die NATO ist bereit, Truppen in die Türkei zu schicken, um ihren Verbündeten gegen Bedrohungen an dessen Südflanke zu verteidigen. Dies erklärte der Generalsekretär der US-geführten Militärallianz, Jens Stoltenberg, am Donnerstag, nachdem Berichten zufolge russische Kampfflugzeuge, die in Syrien Luftschläge im Rahmen ihres Antiterroreinsatzes ausführen sollten, türkischen Luftraum verletzt hätten.
„Die NATO ist bereit und in der Lage, alle Verbündeten, inklusive der Türkei, gegen jedwede Bedrohung zu verteidigen“, erklärte Stoltenberg im Vorfeld eines Treffens der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel Reportern gegenüber. Im Mittelpunkt des Treffens soll die Syrien-Krise stehen.
„Die NATO hat bereits reagiert“, erklärte Stoltenberg. „Wir haben unsere Kapazitäten erweitert, unsere Fähigkeiten, unsere Bereitschaft, Kräfte in den Süden zu verlegen, auch in die Türkei.“ Die russischen Luftschläge und Raketenangriffe seien „Gründe zur Besorgnis“. Stoltenberg erklärte auch, es sei noch keine Entscheidung gefallen hinsichtlich der NATO-Truppenstärke in Afghanistan.
Die NATO verurteilte am Montag die Russische Föderation wegen des mutmaßlichen unerlaubten Eindringens eines russischen Kampfflugzeuges in den türkischen Luftraum entlang der Grenze zu Syrien. NATO-Botschafter bezeichneten Russland gegenüber die Grenzverletzungen als „extrem gefährlich“ und „verantwortungslos“. Russland sprach demgegenüber von einem „Versehen“.
Die Türkei, die innerhalb der NATO über die zweitgrößte Armee verfügt, hatte am Samstag zwei MIG-Jets abgefangen, die dem türkischen Außenminister zufolge im Zuge von Flügen entlang der Grenze nahe der südtürkischen Provinz Hatay in türkischen Luftraum eingedrungen seien. Im Zuge eines zweiten Vorfalls soll am Sonntag ein MiG-29-Kampfjet, wie er sowohl von der russischen als auch von der syrischen Luftwaffe benutzt wird, zwei türkische F-16 ins Radar genommen haben, als diese am Sonntag Patrouillenflüge entlang der Grenze abgehalten hatten.

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