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Krieg gegen den Terror
Türkei: Ziel der neuen Antiterror-Strategie werden die Quellen der Waffen sein

Außenministerium: „Das Ziel der türkischen Antiterrorstrategie ist es nicht, mehr Menschen zu töten, sondern die Mobilität der PKK zu beenden, ihren Ressourcenfluss zu stoppen und sie ineffektiv zu machen“.

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(Foto: Archiv dailysabah)
Türkische Antiterror-Strategie: PKK-Netzwerk stilllegen, Perspektiven für junge Menschen
Ankara (nex) – Die Türkei hat vor dem Hintergrund des nunmehr vermehrt in urbanen Regionen auftretenden Terrorismus der PKK ihre Antiterrorstrategie geändert. Die Sicherheitskräfte konzentrieren sich nun darauf, die Wege der Munition zurückzuverfolgen, die vonseiten der Terroristen verwendet worden war, um so die Mobilisierung der Aktivitäten der Gewalttäter bereits im Ansatz vereiteln zu können. Dies erklärte eine Offizielle des türkischen Außenministeriums am Donnerstag in Istanbul gegenüber der Zeitung Daily Sabah.
„Das Ziel der türkischen Antiterrorstrategie ist es nicht, mehr Menschen zu töten, sondern die Mobilität der PKK zu beenden, ihren Ressourcenfluss zu stoppen und sie ineffektiv zu machen“, erklärte die Quelle, die anonym bleiben wollte. Die Türkei versucht, der Radikalisierung und Benutzung junger Menschen durch die PKK durch Maßnahmen entgegenzuwirken, die ihnen Partizipation ermöglichen. „Junge Menschen und Feuerwaffen haben etwas Explosives. Sie sollen lieber in politischen Parteien arbeiten und sich nicht in Masken hüllen und Molotow-Cocktails werfen.“
Die Offizielle erklärte, dass die jungen Menschen eine Zukunft und Zuversicht dahingehend brauchten, dass sie in der Lage sein würden, ihr Leben zu bestreiten, denken und sprechen könnten, wie sie wollten und auch die Leben anderer Menschen respektieren müssten. Die terroristische „Patriotische Revolutionäre Jugendbewegung“ (YDG-H), die Jugendorganisation der PKK, beutet hingegen die Jugend aus. Mit Blick auf Berichte, die PKK würde sich während des Friedensprozesses bewaffnet haben, bestätigte die Offizielle: „Es wurden Waffen gesammelt und jetzt werden sie auch benutzt.“
Mehr als die Hälfte der jüngsten Todesfälle unter den Sicherheitskräften wie Polizei und Gendarmerie seien auf Anschläge mit so genannten „improvisierten Sprengkörpern“ (IED) oder an Fahrzeuge montierten improvisierten Vorrichtungen (VBIED) zurückzuführen: „Deshalb sagen wir (und auch andere Staaten), man darf nie Munition in die falschen Hände geben.“ Jüngst gab es auch Berichte, wonach die PKK bei ihren Anschlägen gegen türkische Sicherheitskräfte Munition verwendet haben soll, die in Deutschland hergestellt worden wäre. „Sieht man sich die Liste der Vorfälle an, gibt es lediglich ein oder zwei Feuergefechte“, erklärte die Quelle. „Die meisten PKK-Angriffe richten sich gegen Polizeiautos, Polizeiposten, Kontrollpunkte. Unsere Operationen richten sich gegen die Lager, die Kader, die Netzwerke, wir machen hier keine Jagdausflüge.“

 

 

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