Flüchtlingskrise Türkei: Hilfsorganisation vor Ort in Mazedonien

Flüchtlingskrise
Türkei: Hilfsorganisation vor Ort in Mazedonien

Eine türkische humanitäre Hilfsorganisation hat Hilfspakete an Flüchtlinge, die versuchen, die Stadt Kumanova im Norden von Mazedonien zu erreichen, ausgeliefert.

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Verteilung von Hilfspaketen an Flüchtlinge (Foto: Anadolu)

Kumanova/Mazedonien (nex) – Eine türkische humanitäre Hilfsorganisation hat Hilfspakete an Flüchtlinge, die versuchen, die Stadt Kumanova im Norden von Mazedonien zu erreichen, ausgeliefert.

Burak Berberoglu, Mitglied der Humanitarian Relief Foundation (IHH), sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu, die Organisation habe bereits während des gesamten heiligen Monats Ramadan Hilfsgüter in diesem Gebiet verteilt. Ungefähr 500 Nahrungsmittelpakete seien täglich an die Flüchtlinge ausgeteilt worden. „Die Nahrungsmittelpakete enthalten unter anderem Fruchtsäfte, Wasser, belegte Brote und konservierte Waren.”, so Berberoglu. Es seien außerdem noch Kleidung und Kinderwagen verteilt worden.

Die IHH, eine der größten Hilfsorganisationen der Türkei mit fast 100.000 Freiwilligen, arbeitet in diesem Gebiet mit der UN-Flüchtlingsagentur, dem UNHCR sowie dem Roten Kreuz zusammen.

Die Organisation ist vor ungefähr 10 Tagen in die Türkei zurückgekehrt, als das Foto des ertrunkenen syrischen Kleinkindes Aylan Kurdi die internationalen Medien beherrschte. Burak Berberoglu sicherte aber zu, dass die Agentur plant, während des Winters wieder vor Ort in Mazedonien zu sein, um den Flüchtlingen zu helfen.

Die Vereinten Nationen rechnen damit, dass pro Tag ungefähr 3.000 Flüchtlinge vor dem Bürgerkrieg in Syrien fliehen und in den kommenden Monaten in Mazedonien erwartet werden. Die Flüchtlinge kommen in Mazedonien über Griechenland an, um dann weiter über Serbien, Kroatien und Ungarn nach Westeuropa zu gelangen.

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