Türkisch-kurdischer Ölhandel Irak: Kurdische Regionalregierung wird Exporte in die Türkei auf 900...

Türkisch-kurdischer Ölhandel
Irak: Kurdische Regionalregierung wird Exporte in die Türkei auf 900 000 Barrel steigern

„Rechnet man das Öl von Kirkuk dazu, liefern wir derzeit 700 000 bpd in die Türkei", erklärt Delshad Shaban, der stellvertretende Vorsitzende des Öl- und Gaskomitees im kurdischen Parlament Die Erlöse aus dem Ölexport über den Hafen von Ceyhan werden bei der Halkbank deponiert.

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(Foto: enerji)

Irak: Kurdische Regionalregierung will Exporte in die Türkei auf 900 000 Barrel steigern

Erbil (nex) – Die Kurdische Regionalregierung im Nordirak (KRG) will bis zum Ende des Jahres 2015 ihre Ölexporte in die Türkei auf 900 000 Barrel pro Tag erhöhen. Dies kündige ein Offizieller des nordirakischen Regionalparlaments am Donnerstag an. Rechnet man das Öl von Kirkuk dazu, liefern wir derzeit 700 000 bpd in die Türkei”, erklärt Delshad Shaban, der stellvertretende Vorsitzende des Öl- und Gaskomitees im kurdischen Parlament, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.

Hinsichtlich des an die Zentralregierung gelieferten Öls gab Shaban an, die Regionalregierung befördere täglich 150 000 Barrel an Öl aus Kirkuk an SOMO, die irakische staatliche Ölgesellschaft, im türkischen Hafen Ceyhan. Er fügte hinzu, dass die Regionalregierung angesichts der anhaltenden Etatstreitigkeiten mit der Zentralregierung das Öl weiterhin unabhängig an den internationalen Märkten verkaufen wird. Der Irak verletzt das Abkommen, indem er der kurdischen Region nicht den ihr zustehenden Anteil aus dem nationalen Budget überweist”, so Shaban. Bagdad benutze das Budgetthema als Mittel der Unterdrückung gegenüber Erbil.

Einem Ende des Vorjahres unterzeichneten Vertrag zwischen der KRG und Bagdad zufolge soll die Kurdenregion 17 Prozent des nationalen Budgets von der irakischen Zentralregierung erhalten, als Erstattungsleistung für das Öl, das der nationalen Ölgesellschaft zur Verfügung gestellt wird. Der andauernd Zank zwischen Kurdenregion und Bagdad hatte jedoch zur Folge, dass die KRG die Zahlungen immer noch nicht erhalten hat. Dies hatte in der Region eine Liquiditätskrise zur Folge, weshalb sich die KRG entschlossen hat, ihr Öl unabhängig an den internationalen Märkten zu verkaufen. Ich glaube nicht daran, dass die Zentralregierung das Budgetgesetz von 2016 umsetzen und Kurdistan seinen 11-Milliarden-Dollar-Anteil zukommen lassen wird, so Shaban.

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