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Der Fall Ziad K.
Frau nach Übertritt zum Christentum getötet: Lebenslang für jesidischen Kurden

Seine Frau und ihre Freundin sollen Jesiden als "Teufelsanbeter" bezeichnet haben.

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(Foto: dts)

Frau nach Übertritt zum Christentum getötet: Lebenslang für jesidischen Kurden

Lüneburg (nex) – Lebenslange Haftstrafe für Ziad K. und weil das Landgericht Lüneburg in seinem Urteil vom Donnerstag auch die besondere Schwere der Schuld festgestellt hat, kann der im Irak geborene Angehörige der jesidischen Glaubensgemeinschaft, dessen Alter zu Beginn des Verfahrens mit 31 Jahren, später mit 38 angegeben wurde, nicht mit einer vorzeitigen Freilassung nach 15 Jahren rechnen.
Wie SpiegelOnline berichtet, wurde der Kurde des zweifachen Mordes schuldig gesprochen. Er soll der Anklage zufolge am 4. Januar seine Frau und deren Freundin getötet haben. Der Tat sollen heftige Auseinandersetzungen über einen offenbar geplanten Übertritt der 32-jährigen Frau zum Christentum vorausgegangen sein.
In diesem Zusammenhang sollen die Frau und deren Freundin, der Ziad K. vorwarf, sie habe seine Frau dahingehend beeinflusst, Jesiden als Teufelsanbeter“ zu bezeichnen, dem Mann angedroht haben, ihm die drei gemeinsamen Kinder wegzunehmen. Laut Anklage hingegen, der sich Richter Thomas Wolter auch hinsichtlich des Strafmaßes anschloss, soll Ziad K., der die Tat in einer schriftlichen Erklärung gestanden und sich vor Gericht reuig gezeigt hatte, seine Familie terrorisiert und ein Klima der Angst erzeugt haben. Die Verteidigung hatte auf Totschlag im Affekt plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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