Territorialkonflikt Davutoglu: Türkei ist und bleibt Schutzmacht von Aserbaidschan

Territorialkonflikt
Davutoglu: Türkei ist und bleibt Schutzmacht von Aserbaidschan

Solange die Türkei an der Seite von Aserbaidschan steht, kann es keine Probleme an den Grenzen des Landes geben, hat der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu gesagt, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu am Montag.

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Der Bruch mit den Beziehungen und die Schließung der Grenzen steht allerdings auch im direkten Zusammenhang mit armenischen Forderungen an die Adresse der türkischen Regierung, den sogenannten „Genozid an den Armenien“ und die armenische Okkupation von aserbaidschanischem Territorium anzuerkennen. (Foto: Aserbaidschan Armee)
Ankara (eurasia) – Solange die Türkei an der Seite von Aserbaidschan steht, kann es keine Probleme an den Grenzen des Landes geben, hat der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu gesagt, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu am Montag.
Der anhaltende Territorialkonflikt, den manche Analysten bereits als „frozen“ (zu Deutsch: „eingefroren“) bezeichnen, zwischen den zwei Südkaukasus-Staaten Armenien und Aserbaidschan begann im Jahr 1988. Als Ergebnis eines Krieges vermochte es Jerewan im Jahr 1992 rund 20 Prozent des aserbaidschanischen Staatsgebietes, darunter der Berg-Karabach und sieben weitere Distrikte, zu okkupieren. Zur gleichen Zeit brach auch die Türkei aus Solidarität zu Aserbaidschan, das enge ethnische, kulturelle und historische Beziehungen zur Türkei pflegt, ihre diplomatischen Beziehungen 1993 zu Armenien ab. Der Bruch mit den Beziehungen und die Schließung der Grenzen steht allerdings auch im direkten Zusammenhang mit armenischen Forderungen an die Adresse der türkischen Regierung, den sogenannten „Genozid an den Armenien“ und die armenische Okkupation von aserbaidschanischem Territorium anzuerkennen.
Der türkische Premier fügte hinzu, dass die Türkei schon immer enge Beziehungen zu Aserbaidschan pflegte und es auch in Zukunft im Sinne einer brüderlichen Partnerschaft unterstützen werde. Abschließend sagte er, dass der Erfolg Aserbaidschans ein Erfolg für die Türkei sei.

Erschienen am 01.09.2015 auf eurasianews.de

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