Start Politik Ausland Krieg gegen den Terror USA: Kritik an der Türkei unangebracht

Krieg gegen den Terror
USA: Kritik an der Türkei unangebracht

Der Sprecher des US State Departments, John Kirby, hat am Montag in deutlichen Worten Kritik an der türkischen Regierung zurückgewiesen, sie würde als Mitglied der von den USA geführten Anti-IS-Koalition zu wenig zu deren Erfolg beitragen.

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Die Anti-IS-Koalition sei eine „Koalition der Willigen“, zu der jeder, inklusive den USA selbst, mehr beitragen könnte. Aber alle seien entschlossen, einen zähen Feind wie den IS zu bekämpfen. (Foto: AA)

USA weisen Kritik an Türkei im Zusammenhang mit dem Anti-IS-Kampf zurück

Washington (nex) – Der Sprecher des US State Departments, John Kirby, hat am Montag in deutlichen Worten Kritik an der türkischen Regierung zurückgewiesen, sie würde als Mitglied der von den USA geführten Anti-IS-Koalition zu wenig zu deren Erfolg beitragen. „Sie haben uns jetzt gestattet, ihre Luftwaffenstützpunkte zu benutzen“, so Kirby. „Sie werden in Kürze im Rahmen der Aufgabenzuteilung innerhalb der Koalition Luftangriffe fliegen, Sie wissen, im Rahmen des Planungszirkel für Luftoperationen, und immer noch kommen die Fragen von wegen, warum machten sie denn nicht mehr, warum täten sie denn nicht genug.“

Kirby äußerte sich dabei im Rahmen eines Presse-Briefings auf die Frage eines Reporters, ob das US-Außenministerium mit den Anstrengungen der Türkei zufrieden sei, nachdem Verteidigungsminister Ash Carter in der Vorwoche noch erklärt hatte, die Türkei solle mehr gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ unternehmen. Es gäbe keinen unterschiedlichen Zugang zwischen Verteidigungs- und Außenministerium, machte Kirby deutlich, er fände es jedoch „interessant“, dass ungeachtet der türkischen Anstrengungen die Diskussionen rund um die Aktivitäten des Landes weitergingen.

„Wir haben es hier mit einer Nation zu tun, die sich innerhalb ihrer Landesgrenzen und in Syrien selbst um zwei Millionen Flüchtlinge kümmert, in gravierender Sorge um die eigene Sicherheit sein muss und stetig von einer ausländischen Terroristengruppe wie der PKK angegriffen wird, wie wir auch während des Wochenendes wieder sehen konnten“, erklärte der Sprecher des State Departments mit Blick auf die anhaltenden Mordanschläge auf türkische Sicherheitskräfte durch die PKK. Die Anti-IS-Koalition sei eine „Koalition der Willigen“, zu der jeder, inklusive den USA selbst, mehr beitragen könnte. Aber alle seien entschlossen, einen zähen Feind wie den IS zu bekämpfen.

„Man macht, was man kann, wo man es kann, wann man es kann, und man gibt so viel an Geld aus, wie man zur Verfügung hat. Und vielleicht vergießt man auch so viel Blut, wie man kann. Dies sind aber Entscheidungen, die jedes Mitglied der Koalition souverän und für sich selbst zu treffen hat, im Einklang mit den Wünschen der Regierung und der jeweiligen Völker. Und die Türkei trifft sie“, so Kirby. Bereits im Laufe der letzten Woche hatte die türkische Luftwaffe mehrere Luftangriffe gegen des IS geflogen. In der Türkei selbst haben Sicherheitskräfte bei umfangreichen Razzien gegen die Terrormiliz Hunderte ihrer Anhänger festgenommen.

Der Türkei-Verantwortliche der Terrororganisation IS ist festgenommen worden. (Foto: trt.net.tr)
Der Türkei-Verantwortliche der Terrororganisation IS ist festgenommen worden. (Foto: trt.net.tr)

 

 

 

 

 

 

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