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Schulreform
Kristina Schröder fordert späteren Unterrichtsbeginn

Kristina Schröder (CDU), ehemalige Bundesfamilienministern, plädiert generell für einen späteren Unterrichtsbeginn und fordert ein Pilotprojekt an den Oberstufen.

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Müde Kinder in der Schule (Foto: dts)

Berlin (dts) – Kristina Schröder (CDU), ehemalige Bundesfamilienministern, plädiert generell für einen späteren Unterrichtsbeginn und fordert ein Pilotprojekt an den Oberstufen. „Wenn wir an den Oberstufen eine Stunde später mit dem Unterricht beginnen, wären wir schon ziemlich weit“, sagte Schröder der „Welt am Sonntag“. Auch für die Grundschulen findet sie einen Schulstart von neun Uhr erwägenswert.

„Oft arbeiten beide Eltern Vollzeit. Zumindest in den akademischen Berufen geht der Trend zur flexiblen Arbeitszeit, ein Arbeitsbeginn von neun Uhr ist sehr verbreitet“, sagt Schröder. „Ein gemeinsames Frühstück wäre mit einem späteren Schulstart wahrscheinlicher. Und auch abends wäre es etwas weniger Stress, weil die Kinder nicht so früh ins Bett müssten.“ Man könne „den Rhythmus anders takten, so dass ein Schulschluss von 16 Uhr trotzdem an manchen Ganztagsschulen realistisch wäre“, sagte Schröder und forderte Eltern dazu auf, ihren Einfluss stärker wahrzunehmen. „Viele Eltern sind sich nicht darüber bewusst, dass jede Schule selbst über den Unterrichtsbeginn entscheiden kann“, sagt Schröder. „Wenn sich die Eltern einig sind, später anzufangen, wird das keine Schulleitung ignorieren können.“ Frühes Aufstehen schädigt die Gesundheit. Rund 70 Prozent der Menschen in Deutschland leben gegen ihren Rhythmus. „Die Arbeitszeiten stimmen für fast keinen mehr“, sagte Till Roenneberg, Chronobiologe an der Ludwig-Maximilians-Universität München der „Welt am Sonntag“. Er spricht von „genetischer Diskriminierung“ und fordert, in Schule und Universität sollten die Prüfungen nicht mehr vor elf Uhr stattfinden.

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