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Bauwirtschaft: Türkische Bauunternehmen weltweit noch vor den USA auf Platz zwei

Bereits zum achten Mal in Folge belegt die türkische Bauwirtschaft weltweit den zweiten Platz nach China auf der Liste der 250 größten international tätigen Bauunternehmen. Während der Markt insgesamt um 4,1 Prozent schrumpfte, gelang es türkischen Unternehmen, sowohl ihren Marktanteil als auch ihre Erlöse zu vergrößern.

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Evolution Tower constructed by Rönesans. Seit acht Jahren den zweiten Platz hinter China halten zu können, sei ein Anlass für Stolz. Auch die Steigerung der Erlöse aus der Bautätigkeit sei eine außerordentlich befriedigende Entwicklung, so der Verbandspräsident Mithat Yenigün. (Foto: dailysabah)
„Kultur der Partnerschaft“: Türkische Bauwirtschaft baut globale Marktanteile aus
istanbul (nex) – Bereits zum achten Mal in Folge belegt die türkische Bauwirtschaft weltweit den zweiten Platz nach China auf der Liste der 250 größten international tätigen Bauunternehmen. Während der Markt insgesamt um 4,1 Prozent schrumpfte, gelang es türkischen Unternehmen, sowohl ihren Marktanteil als auch ihre Erlöse zu vergrößern. Die Liste der 250 größten Bauunternehmen wird jährlich auf der Basis der Einkünfte erstellt, die Unternehmen aus Projekten außerhalb ihrer Heimatländer erlangen. Die Zahl der türkischen Baufirmen in den Top 250 ist zudem von 42 auf 43 gestiegen. China steht mit 65 Unternehmen immer noch auf Platz eins, die USA folgen mit 32 Baufirmen unter den Top 250 auf dem dritten Platz.
Die Liste wird Jahr für Jahr vom Engineering News Record (ENR), einem internationalen Magazin für die Baubranche, veröffentlicht. Die Vereinigung türkischer Bauunternehmer zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung, die in der jüngst veröffentlichten Liste für das Vorjahr zum Ausdruck kam. Die Entwicklung im Bereich der internationalen Bauwirtschaft wird überschattet durch die globale Wirtschaftskrise, die sich mit am stärksten auf diese Branche auswirkt, darüber hinaus bestehen Unsicherheiten mit Blick auf die Folgeperioden und es gilt als schwierig, einen Punkt zu identifizieren, an dem Marktgleichgewicht herrscht. Die Größe der 250 bedeutsamsten Baufirmen der Welt schrumpfte entsprechend 2014 im Vergleich zum Jahr davor um 4,1 Prozent auf 521,6 Milliarden US-Dollar.
Die Leistungsbilanz der türkischen Unternehmen konnte sich jedoch weiterhin verbessern. Die Summe der Gesamterlöse der 43 berücksichtigten türkischen Unternehmen auf der ENR-Liste stieg um 43,4 Prozent gegenüber 2013 auf 29,3 Mrd. US-Dollar. Der Gesamtanteil der türkischen Bauwirtschaft am globalen Auftragsvolumen, das vor zwei Jahren noch 3,8 Prozent betragen hatte, stieg im Vorjahr auf 5,6 Prozent. Dabei war die regionale Verteilung der Engagements höchst ungleichmäßig. Während die Erlöse aus internationalen Aufträgen insgesamt weltweit stiegen, spielten türkische Unternehmen auf dem nord- und südamerikanischen Kontinent immer noch kaum eine Rolle.
Allerdings legte die türkische Bauwirtschaft auf den besonders hart umkämpften Märkten in Europa, Asien, dem Nahen Osten und Afrika zu. Den größten Marktanteil hat China. Seine 65 Bauunternehmen nehmen zusammen 17,2 Prozent des Marktes ein. Spaniens Marktanteil fiel von 14,7 auf 13,1 Prozent, jener der US-Unternehmen von 13 auf 11,4 Prozent. Die zehn größten türkischen Unternehmen auf der Liste sind Öztürk, Rönesans, Polimeks, Enka, TAV, Çalık, Tekfen, Ant Yapı, İlk und Yapı Merkezi. Der Vorsitzende der Vereinigung türkischer Bauunternehmer, Mithat Yenigün, erklärte, die Türkei habe ihre Akzente auf der Liste gesetzt, die weltweit mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werde und auch als Maßstab für Qualität ausgewertet werde. Von den 43 türkischen Unternehmen auf der Liste gehören 37 seinem Verband an, so Yenigün.
Seit acht Jahren den zweiten Platz hinter China halten zu können, sei ein Anlass für Stolz. Auch die Steigerung der Erlöse aus der Bautätigkeit sei eine außerordentlich befriedigende Entwicklung, so der Verbandspräsident. Dass diese sich auf einem so hohen Niveau bewegten, sei ein Resultat der türkischen Kultur der Partnerschaft und der Vereinigung der Kräfte, die sich positiv auf die Unternehmen im internationalen Wettbewerb auswirke. „Trotz Problemen in Libyen und im Irak, sinkenden Ölpreisen, der jüngsten Wachstumsverlangsamung in Russland und der steigenden internationalen Konkurrenz bei gleichzeitigen globalen Unsicherheiten, haben die im Ausland erbrachten Engagements sich als wichtige Erfolge erwiesen“, so Yenigün.

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