Start Panorama Polizeigewalt USA: Wieder Todesfall in Polizeigewahrsam

Polizeigewalt
USA: Wieder Todesfall in Polizeigewahrsam

Der Tod der Afro-Amerikanerin Sandra Bland heizt die Debatte über Polizeigewalt und Rassismus in den USA erneut an. Die Frau starb nach zwei Tagen in ihrer Gefängniszelle angeblich nach einem Selbstmord.

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Dallas (nex) – Der Tod der Afro-Amerikanerin Sandra Bland heizt die Debatte über Polizeigewalt und Rassismus in den USA erneut an. Die Frau starb nach zwei Tagen in ihrer Gefängniszelle angeblich nach einem Selbstmord. Familienangehörige bestreiten dieses und machen der Polizei schwere Vorwürfe.

Sandra Bland ist bei einer Verkehrskontrolle in Texas von einem Polizisten gestoppt worden, weil sie vergessen hatte, den Blinker beim Abbiegen zu betätigen. Der Polizist fordert die Afro-Amerikanerin auf, ihr Fahrzeug zu verlassen, woraufhin es zu einer Auseinandersetzung kommt. Er zieht sie aus dem Auto und droht ihr mit einem Taser, Bland wehrt sich. Verhaftet wird sie letztendlich wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Drei Tage nach der Festnahme wird Sandra Bland tot in ihrer Gefängniszelle aufgefunden. Ihre Familie weist Behauptungen entschieden zurück, sie hätte sich erhängt und schon früher unter Depressionen gelitten.

Am Montag wurde ein Video aus dem Gefängnis veröffentlicht, das nach Polizeiangaben zeigen soll, dass niemand die Zelle von Sandra Bland betreten oder verlassen hat, bevor ihre Leiche entdeckt wurde. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, gibt zu verstehen, dass die Familie der Verstorbenen Antworten verdiene und er sich dafür einsetzen wird, dass die Behörden die genauen Umstände des Todes so schnell wie möglich untersuchen. Sandra Bland soll am Samstag in Chicago beigesetzt werden.

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