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Islamfeindlichkeit
Moscheebau: Morddrohungen gegen Bürgermeister

Nach Dörflers Gespräch mit dem Donaukurier hat der Münchener Islamkritiker und Chef der rechtspopulistischen Partei ”Die Freiheit”, Michael Stürzenberger, eine Protestkundgebung angemeldet.

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3. Bürgermeister Roland Dörfler (3.v.r). Foto: katharina-schulze.de

Am Samstag wird die türkisch-muslimische Gemeinde in der Hohenwarte Straße in Pfaffenhofen bei München eine Moschee eröffnen. Eine Festlichkeit, bei der den Islamgegnern nicht zum feiern zumute ist. Sie haben eine Protestkundgebung angekündigt, um gegen die Eröffnung zu demonstrieren. Der Dritte Bürgermeister Roland Dörfler (die Grüne) hat in der Zeitung ”Donaukurier” die Moscheegegner kritisiert und seine Unterstützung für das Gotteshaus zur Sprache gebracht. Er kündigte in dem Interview an, den Rednern aus der rechten Szene wird der Saft abgedreht, wenn sie sich nicht an die Auflagen halten.

Nach Dörflers Gespräch mit dem Donaukurier hat der Münchener Islamkritiker und Chef der rechtspopulistischen Partei ”Die Freiheit”, Michael Stürzenberger, eine Protestkundgebung angemeldet. Außerdem veröffentlichte er auf einer islamfeindlichen Onlineseite einen hetzerischen Text über den Moscheebau in Pfaffenhofen und veröffentlichte Dörflers Gespräch mit der Zeitung sowie seine E-Mail-Aderesse.

Daraufhin bekam Dörfler unzählige Mails mit Beleidigungen und Bedrohungen: ”Kanada, Israel, Amerika – aus der ganzen Welt. Aber keine Einzige aus Pfaffenhofen”, so der Grünen-Politiker.

Obwohl er sogar Morddrohungen bekommen hat, lässt sich Dörfler nicht einschüchtern oder sich den Mund verbieten. Er hat bereits Strafanzeige gestellt und bekommt Unterstützung von Kommunalpolitikern aus der Stadt, die sich mit ihm solidarisiert haben. Die Polizei bestätigt die Drohungen und die Berichterstattung der Zeitung.

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